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Kennzeichnung der Zeit

*Loryn sucht sich um die Stunde des Sonnenuntergangs ein ruhiges Plätzchen, nimmt sich ein Buch zur Hand, in das sie einige Zeilen schreibt und betet danach still. Dieses Ritual tätigt sie jeden Abend aufs neue*

 

Labelas Enoreth zu Ehren,

heute kam ich durch ein kleines Dörfchen. Es liegt nicht all zu weit von Niewinter entfernt und scheint ein recht ruhiges, idyllisches Plätzchen zu sein. Die menschliche Siedlung besticht durch eine Art der friedlichen Ruhe, die mir selten so ins Auge sprang wie diese. Ich werde hier ein paar Tage Rast einlegen, bis ich mich entschieden habe, in welche Richtung ich weiter gehen will.

Da ich keinen Tempel, lediglich einen kleinen Schrein ausmachen konnte, habe ich mich etwas abseits des Dorfes zur Kennzeichnung der Zeit zurück gezogen.

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Nachtrag: Ich hatte kaum mein Gebet beendet, da hörte ich verdächtige Geräusche und folgte ihnen. Ich hatte mich unweit des Friedhofs zur Kennzeichnung der Zeit gesetzt. Leider scheint dieser Friedhof von Untoten heim gesucht. Ich konnte einen bereits dem Friedhof entkommenen Untoten unter Mühen und Anstrengung erledigen und das offen stehende Tor schliessen, hatte aber darauf hin einige Wunden zu versorgen. Entweder sind diese Untoten recht beständig oder mein Können beim Vertreiben Untoter bedarf noch einiger Verbesserung.

Zudem suchte ich in dem angrenzenden Dorf die Wachstube auf, fand jedoch lediglich einen älteren Herrn und eine Frau vor, die mir zu der späten Stunde wenig hilfreich erschienen, wenngleich ich von ihnen über den Angriff eines grünen Drachen im Norden und Schwierigkeiten mit einer Banditenbande, namentlich "Rotbrenner" erfuhr. Sie wirkten mir nicht in Kräften und um unnötige Aufregung zu verhindern berichtete ich ihnen nicht von meiner Entdeckung am Friedhof.

Am einzigen Gasthaus des Dorfes begegnete ich einem Streiter Tyr's, der mir geeigneter schien sich der Sache an zu nehmen und dem ich von meiner Begegnung am Friedhof erzählte, ebenso wie ich meine Hilfe anbot, denn in diesem Dorf scheint es keine reguläre Wache zu geben, was mit dem Umstand eines fehlenden Tempels und Klerus fatale Ausmaße annehmen könnte, wenn niemand das Untotenproblem zügelt.

Vielleicht ist meine Anwesenheit hier doch noch hilfreich.

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Leaf

Labelas Enoreth zu Ehren,

 

der Streiter Tyr's nahm mein Angebot zur Hilfe an und klärte mich über den Stand der Dinge auf.

Wohl ist der Umstand auf dem Friedhof keine Neuigkeit mehr. Die Dorfbewohner Phandalin's scheinen Abenteuern die Schuld der Ursache zu zuschieben, was Reisenden allgemein keine allzu hohe Gastfreundschaft erwarten lässt.

Im Wald soll es ein mysteriöses Schwert geben, das eine Illusion zu sein scheint, denn es lässt sich nicht berühren.  Ob es in Zusammenhang mit dem Untotenproblem steht, ist ebenfalls noch unklar.

Zeitweilen wurden die Untoten von einem Bann gehindert an die Oberfläche zu kommen. Allerdings scheint die hiesige Tymora Priesterin nicht mehr in der Lage, oder nicht mehr Willens zu sein, diesen zu erneuern.

Bereits erfolgreiche Untersuchungen zeigten auf, dass die Untoten aus den Krypten hervor kommen. Bis in eine Tiefe von zwei Ebenen konnte vorgedrungen werden, bis vor eine verschlossene Tür.  In jener Tiefe waren bereits gefährlichere Gegner wie Skelette,  untote Nekromanten, Eingsalbte und Gallertwürfel an zu treffen.

Vorbereitungen für weitere Untersuchungen wurden angestrebt, aber die Helfer scheinen abgereist, verschwunden, oder schlimmeres und daher wurden bislang keine weiteren Vorstöße gewagt.

Der Streiter Tyr's und ein Fallensteller hindern seither die Untoten am Vormarsch und erörtern Vorgehensweisen, beweisen zumindest theoretisch taktisches Geschick und Bedachtsamkeit.

Eine Magierin beschäftigt sich bereits mit bezüglichen Untersuchungen und während der Veranschaulichung der Tatsachen sicherte eine Tymoragläubige ebenfalls ihre Hilfe zu. Damit wären wir zu Fünft.

 

Wie weitere Vorgehensweise sieht vor, dass ich mit der Priesterin des Schreins spreche, um in Erfahrung zu bringen welcher Lektionen ich noch bedarf um den Bann zu wirken, der auf lange Sicht wenigstens etwas Zeit verschafft, oder ihr dabei zu helfen es selbst zu tun.

Um taktisch von Nutzen zu sein, werde ich mein Kampftraining ausweiten und mehr Erfahrung sammeln müssen. Auch die Koordination mit einem zweiten Schildträger werde ich üben müssen, um ihm die Flanken entsprechend decken zu können.

Da meine Mittel langsam knapp werden, werde ich versuchen Felle und dergleichen, die ich bei leichteren Gegnern erbeuten könnte zu veräussern. Auch diesbezüglich werde ich das Gespräch mit der Priesterin des Schreins suchen und meine Heilkünste anbieten, vielleicht zusammen mit ihr einen angemessenen Preis erörtern (Ich hörte Unmut über die Höhe ihrer geforderten Mittel)

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Leaf hat auf diesen Beitrag reagiert.
Leaf

Labelas Enoreth zu Ehren,

 

der verstrichene Tag bot manches lehrreiches. Die Höhlen in der Nähe Phandalin's haben einen Ausgang auf eine Wiese hinaus. Ich folgte dem Weg, sah mich etwas um und im Gedanken daran vielleicht eine kurze Rast ein zu legen, geriet ich in ein Wolfsrudel. Ich erinnere mich noch daran, dass ich versuchte Angriffe ab zu wehren, dann wurde es finster um mich.

Was passierte oder wie ich im Schrein des Glücks in Phandalin erwachte kann ich nicht sagen. Auch hat sich niemand dazu geäussert wie ich hier hin kam. Selbst die Priesterin wollte mir keine Auskunft geben.

Ich sollte in Zukunft vorsichtiger sein. Obwohl ich mich ausgeruht habe und wieder einigermaßen bei Kräften bin, habe ich Kopfschmerzen. Ich werde mich in der Herberge für die Nacht zur Ruhe legen.

 

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Nachtrag: Gerade als ich in der Herberge an kam traf ich auf Varlon und Fredric. Sie waren auf dem Weg mithilfe eines Karrens die in mitleidenschaft gezogene Friedhofsmauer zu flicken. Ich begleitete die Beiden und wir kamen zügig vorran. Am Friedhof angekommen, hatten wir bereits ein Großteil der Steine eingesammelt die wir verwenden wollten, doch drängelten sich bereits Untote am Tor.

Nach meinem letzten Zusammentreffen mit diesen Untoten hatte ich Zweifel, dass wir sie ohne gröbere Wunden zurückdrängen können würden. Kaum einen Atemzug später, bewies der Streiter Tyr's seine Macht gegen die Untoten, die ob seiner Präsenz wie unter einem Hammerschlag schlicht zu Boden gingen und verendeten. So drangen wir in den Friedhof ein und reparierten so gut es uns gelingen konnte die Mauer zu beiden Seiten.

Weitere Untote waren bereits im Anmarsch als wir den Friedhof wieder verliessen. Ich hoffe die Mauer hält noch eine Weile. Ich denke jedoch, die neuesten Erkenntnisse sind der Grund für die scheinbare Sorglosigkeit mit dem Untotenproblem. Wenn sie einen Paladin mit solch beeindruckendem Potential an ihrer Seite haben, wundert es mich nicht, dass sie sich sicher genug fühlen die Dinge ihm allein zu überlassen, statt sich gemeinsam der Sache an zu nehmen.

 

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Labelas Enoreth zu Ehren,

 

der verstrichene Tag nahm unerwartete Züge an. Des Morgens versuchten der Fallensteller, der Streiter Tyr's und ich Möglichkeiten zu erörtern, einer Hin zu helfen, die offenbar unter ungewöhnlicher Stummheit und dazu noch Gedächtnisverlust leidet. Sie kann sich allerdings mit Schreiberei verständigen, was ich für jemanden der im Alltag gewisse Übung darin hat - trotz Amnesie - nicht ungewöhnlich halte. Dinge auf die eher zu achten wären, seien da eine womögliche Verletzung eines Auges und eine Tätowierung in Form einer Schlange.

 

Des weiteren gesellte sich noch die Tymoragläubige zu uns  und wir entsprachen dem gemeinsamen Interesse, das Schwert im Wald zu untersuchen, von dem bei meiner Ankunft in Phandalin schon die Rede war. Bis dort hin geschafft haben wir es allerdings nicht.

Zu meinem Unbehagen muss ich gestehen, dass ich nicht im Mindesten darauf vor bereitet war, was geschah. Zuerst hielt die Tymoragläubige es für Feen-Schabernack. Ein unheilvolles, boshaftes Kinderkichern und -lachen, undeutbar in seiner Richtung und Entfernung.. dann wurde der Nebel dichter, dunkler. Meinen Bemühungen zum Trotz, muss ich einem Zauber erlegen sein, der aus meinen Gefährten missgebildete Schreckgestalten machten, die weder Gesichter noch Stimmen inne zu haben schienen.
Erst nach etlichen Augenblicken und dem Versuch die gräßlichen Laute, die sie von sich gaben zu verstehen formten sie wieder Worte in meinen Ohren und liessen allmählich das Bild, dass mir vorgegaukelt wurde bröckeln. Ich denke, ich fiel dieser grausamen Gaukelei alleine anheim.

Doch damit war es nicht zuende.. Die Finsternis wurde Lichtschluckend -weder Fackel noch Zauber kamen dagegen an und kaum dass etwas zu erkennen war in der Totenstille des Waldes, fanden wir uns umringt von riesenhaften, schattenwabernden Bestien, die uns scheints nach dem Leben trachteten.  Die Tymoragläubige meinte später - wenn sie unser Leben gewollt hätten, hätten sie es auch bekommen. Ich teile mit ihr diese Befürchtung. Unter ständigem Laufen, Herumirren in der Dunkelheit und dem Zurückschlagen der Bestien gelangten wir zurück ins Dorf, wo die Schatten wie eine Mauer hinter dem Waldrand zurück blieben.

Ich musste das meiste meiner Heilzauber aufbringen um uns auf den Beinen zu halten. Auf den letzten Metern auf den Waldrand zu, wurde mir eine Heilung zuteil - doch da ich nicht sah wer mir diese gnädige Geste gewährte, dankte ich allen, als wir in Sicherheit waren. Antwort bekam ich von niemandem.

Es ist schwer zu sagen was sich geändert haben muss. Laut dem Streiter Tyr's und dem Fallensteller waren sie häufiger zu mehreren Personen bei diesem ominösen Schwert, ohne dass derlei je passiert wäre. Ich denke irgendetwas ist in Gang gekommen. Es fragt sich nur noch was.

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